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Öfters was Neues! Die letzten Tage verbrachten wir im verschneiten Valbella, wo wir uns im Hotel «Valbella Resort» einquartiert hatten. Der Grund unseres Aufenthaltes war nicht etwa «tschillen», sondern ein Pilates-Weekend. Pilates? Pilates!

Unsereins tat es der Liebe wegen, so nach dem Motto: «Wenn es der Frau gut geht, dann geht es dem Mann auch gut.» Ich muss gestehen, dass ich vorher wenig bis gar keine Kenntnisse von dieser Trainingsform hatte. Eines war mir jedoch klar, dass ich gefordert (oder gefördert? wink) werden sollte. Einerseits waren von den 27 Teilnehmer 25 weiblich cool und zweitens war meine Beweglichkeit respektive Unbeweglichkeit sehr hinderlich. frown

Das Fazit des Wochenendes. Ich gab und hatte Mühe. Mein Körper liess sich (noch) nicht wie gewünscht verformen. Dennoch bekam ich einen interessanten Einblick ins Pilates. Grundsätzlich eine gute Sache, auch für Läufer. Die Beweglichkeit und «die Mitte» wird mit dieser Trainingsmethode sehr gut trainiert, was sich positiv auf das Laufen auswirken wird. Wann meine nächste Lektion stattfinden wird, dass steht noch in den Sternen. laughing

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Diese Woche stand ganz im Zeichen von «Trail Vallée de Joux». Ein Lauf über 51 Kilometer, gespickt mit +/- 2’365 Höhenmeter. Unser, Petra und ich, zweiter und (wohl) letzter Wettkampf des Jahres 2020.

Wir reisten einen Tag vor dem Renntag an, weil der Start bereits auf 06:30 Uhr angesetzt war. Tagwach war um 04:00 Uhr. Nach dem Frühstück (Porridge) auf dem Hotelzimmer blieb uns noch etwas Zeit für die letzten Rennvorbereitungen, bevor es um 05:30 Uhr per Shuttlebus zum Startgelände ging. Eine Kaltfront kam just auf dieses Wochenende in die Schweiz. Die Temperaturen waren um den Gefrierpunkt und auf dem Kulminationspunkt, dem Mont Tendre 1’678 Meter über Meer, waren Minusgrade vorausgesagt. Dementsprechend hatten wir uns eingekleidet. Beide liefen in Lang-Lang zusätzlich mit Handschuhen und Mütze. Dies war eine kluge Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Zum Glück blieb während des Rennens der Regen aus.

Nach dem Startschuss in L’Abbaye führte die Strecke zuerst dem Lac de Joux entlang, die Einlaufphase. Danach folgte der erste, aber noch moderater Aufstieg auf den Col du Mont d’Orzeires. Oben angelangt, ging es sogleich wieder runter. Fortan war es ein ständiges Auf und Ab. Auf dem zweiten Aufstieg zum Dent de Vaulion konnte man die Stirnlampe verstauen, da die Dunkelheit dem Tageslicht wich. Bei Kilometer 18 kam die erste von drei Verpflegungsstationen (Kilometer 18, 30 und 39). Im Nachhinein war das Mitführen von Kohlenhydrate-Gels nicht optimal gewählt. Durch die Kälte waren diese sehr zähflüssig geworden und man konnte diese kaum einnehmen. Nach einem weiteren Gipfel um Kilometer 30 herum, kam eine längere Downhill-Passage. Knapp 700 Höhenmeter wurden dabei in rund 4 Kilometer vernichten, was die Oberschenkel «erglühen» liess. Man muss sich das Vorstellen wie bei einem Auto, welches einen Pass hinunterfährt. Durch das ständige Bremsen werden die Bremsscheiben glühend heiss. Nun stand noch ein letzter, grosser Aufstieg zum Mont Tendre an. Auf 6 Kilometer durften 900 Höhenmeter bewältig werden. Mittlerweile bekamen wir sogar die Sonne zu Gesicht. Die Aussicht auf dem Gipfel war fantastisch und die Mühe war es wert. Genuss pur! Leider blieb keine Zeit zum Geniessen, weil erstens die Uhr weiterlief und zweitens die kalten Temperaturen nicht sehr anmächelig waren. Das Ziel war in Le Sentier. Mehrheitlich ging es nun bergab. 3 fiese, kleine Gegensteigungen ab Kilometer 46 liessen die Beine nochmals aufschreien. Doch auch diese meisterten wir mit einem Lächeln im Gesicht. So überquerten wir zwar müde, aber zufrieden die Ziellinie. Bei mir resultierte eine Zeit von 5:52 und Rang 2 in der Kategorie. Petra beendete das Rennen in 6:32, was für den ersten Platz in ihrer Kategorie reichte.

Den Lauf kann ich allen Trail-Fans wärmsten empfehlen. Landschaftlich sehr schön! Gut möglich, dass wir wiederkommen. laughing

Rangliste

Fotos

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Von Laufen Flag-mapofGermanysvg nach Laufen Flag-mapofGermanysvg laufen. Über 500 Kilometer und knapp 9’000 Höhenmeter binnen 6 Tage. Das ist die total verrückte Challenge des Deutschen Ultraläufers Florian Neuschwander alias Flo.

Ich erfuhr aus den sozialen Medien von seinem Vorhaben und entschloss mich sogleich, ihn ein Teilstück zu begleiten, zumal seine Strecke durch mein Laufgebiet führte. So fing ich ihn am Freitagmorgen, dem 2. Oktober 2020, bei Fällanden ab und lief danach bis Turbenthal mit ihm mit. Es war seine 2. Etappe – Zürich nach St. Gallen – rund 100 Kilometer lang. Bereits auf der 1. Etappe tags zu vor spulte er 100 Kilometer ab. Wahnsinn! Zum Zeitpunkt als ich ihm anschloss, war er nicht allein unterwegs. Bereits hatte er einige «Fans» im Nacken. Er ist beliebt in der Laufszene – sein Markenzeichen ist sein Schnauzer – und wenn sich die (einmalige) Gelegenheit ergibt, mit ihm einmal zu trainieren, dann lassen sich viele diese Chance nicht entgehen. So auch ich. Die Pace war nicht so hoch und so konnten wir uns gut unterhalten. Er ist ein cooler, unkomplizierter und sympathischer Typ. Das sonnige Wetter machte diesen Lauf noch schöner. Die Zeit verging wie im Fluge. In Turbenthal angekommen, hiess es Abschied zu nehmen. Ein letztes Selfie mit ihm und er ward "weggeballert".

Ich wünsche ihm auf dem weiteren Weg gute Beine, sonniges Wetter und viele schöne Momente mit Natur und Mitläufer.