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Wir hatten eine sehr schöne Zeit in Berlin. Wieder einmal! Das Wetter war perfekt. Die Stimmung am Streckenrand war grossartig. Und zu guter Letzt entsprachen auch unsere Laufzeiten unseren Vorstellungen.

Ich lief nach 2:36:53 durch Ziel, was den 215. Gesamtrang und 16. Kategorienrang bedeutete. Petra pulverisierte ihre persönliche Bestzeit (PB) um rund 7 Minuten. Die Uhr blieb bei ihr nach 3:08:43 stehen, was den 187. Gesamtrang und 17. Kategorienrang ergab. Sie lief gar einen Negativsplitt!

Über 44'000 Teilnehmer waren gemeldet und 40'775 Läuferinnen und Läufer beendeten das Rennen. Neuer Rekord! Einen sensationellen Weltrekord gab es im Rennen der Männer. Eliud Kipchoge lief den Marathon als erster Mensch unter 2:02:00. Neu liegt der Weltrekord bei 2:01:39!

Wir wussten beide um unsere gute Form. Dies zeigte der letzte Wettkampf vor Berlin klar auf. Jedoch hatte ich danach mit muskulären Problemen (Waden) zu kämpfen, welche mich bis zum Start des Marathons begleiteten. Dass wir trotzdem am Tag X unser Leistungspotential abrufen konnten, war einfach nur geil.

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Wir sind bereit! Bereit für Berlin Marathon vom 16. September. Das Trainingslager in St. Moritz tat uns beiden gut, wie es sich zeigte.

Beim Switzerland Marathon Light lief Ich mit 1:14:20 (3:31er-Schnitt) eine Zeit, wie schon lange nicht mehr und Petra erreichte gar eine neue Bestzeit über die Halbmarathondistanz. Neu steht diese bei 1:31:35 (4:20er-Schnitt). Mit diesen Zeiten schafften wir es beide auf das Podest in unserer Altersklasse (Ü45). Petra durfte zuoberst stehen und ich klassierte mich auf Rang 2.

IMG3769IMG3812IMG3826Wieder einmal ging es anfangs Juli ins Wallis. Zum 6. Mal nach 2007, 2008, 2010, 2011 und 2017 stand ich auf der Startliste des Zermatt Marathons. In der Vergangenheit klassierte ich mich immer in den Top 20 und lief Zeiten zwischen 3:30h und 3:49h. Und heuer?

Die Anreise erfolgte am Freitagmittag mit dem Zug, also einen Tag vor dem Wettkampf. Praktische Sache, denn von Winterthur fährt ein IC-Zug direkt nach Visp. Von dort steigt man in den Regio-Zug nach Zermatt und schon ist man am weltweit bekannten Ferienort. Mit Startort Kollbrunn dauert die Reise zwar lange (ca. 4:15h), aber allemal besser, als mit dem Auto zu fahren. Zudem ist Zermatt autofrei.

Nach der Ankunft ging es zur Unterkunft. Ein Appartement für 4 Personen hatte ich gebucht. Klein, aber fein. Es fehlte uns an nichts. Uns? Das waren Petra, Andi und Martin. Letzterer war als Betreuer zugegen. Die anderen starteten ebenfalls über die Marathondistanz. Allesamt sind «Wiederholungstäter». Für Petra war es die 3. und für Andi auch die 6. Teilnahme.

Nach der offiziellen Pasta-Party beim Bahnhof zogen wir uns zurück in die Unterkunft. Schliesslich mussten wir am Folgetag früh aus den Federn und wollten möglichst ausgeruht an der Startlinie stehen.