Marathon

3laendermarathon

Petra und ich standen wiederum mit grossen Ambitionen – wann schon nicht? – am Start des 3-Länder Marathons vom 6. Oktober 2019. Das Rennen kürte zugleich den Schweizermeister in der Königsdisziplin, dem Marathon.

Um 10:30 Uhr schickte uns der Startschuss auf eine Reise ins ungewisse Laufabenteuer. Ein Marathon ist unberechenbar. Wohl berechenbar sind die ersten 30 Kilometer, aber danach fängt der Wettkampf erst richtig an. Mental und physisch muss man an seine Grenzen gehen oder gar darüber hinaus. Dies macht diese Distanz so spannend. Vor mir lag der 39. Marathon meiner Karriere und doch faszinieren mich diese 42,195 Kilometer immer wieder aufs Neue. Das Wetter zeigte sich sehr läuferfreundlich sprich der Himmel war wolkenbedeckt und die Temperaturen lagen bei zirka 13 Grad Celsius. Zwischenzeitlich sollte es noch leicht regnen, aber dies sei nur am Rande erwähnt. Die Strecke führte uns von Lindau (D) nach Bregenz (A), weiter nach St. Margrethen (CH) und wieder zurück nach Bregenz (A). Der erste Laufabschnitt verlief direkt am Bodensee und war wunderschön. Die Zeit verging wie im Fluge. In Bregenz angekommen (Kilometer 10), wurden wir von Andi, Alois und Brigitte mit Begeisterung angefeuert. Im Gegensatz zu Petra nahm ich dies leider nicht wahr. Ich war längst «im Tunnel drin». Meine volle Aufmerksamkeit galt allem anderen. Zum Beispiel schaute ich regelmässig auf meine Uhr, um zu prüfen, ob ich noch im Zeitplan bin. Dann wiederum horchte ich in einem Körper, um dessen Zustand zu checken. Wiederum später konzentrierte ich mich auf die Verpflegung, ein sehr wichtiges Detail bei einem solch langen Rennen. Diese «Rituale» wiederholten sich ständig. Bei Halbmarathon-Marke war ich voll im Soll und fühlte mich noch sehr gut. Ich war in einer 3er-Gruppe unterwegs. Am Anfang waren wir noch zu siebt oder acht, aber nach und nach verkleinerte sich die Gruppe. Mittlerweile waren wir längst nur noch zu dritt. Wir harmonierten sehr gut zusammen und wechselten uns bei der Führungsarbeit ab. Gegen Ende des Rennens (ab Kilometer 35) lag es vor allem an mir für das Tempo zu Sorgen. 4 Kilometer vor dem Ziel liefen wir in das Teilnehmerfeld des Halbmarathons hinein, welcher den letzten Abschnitt auf der gleichen Strecke absolvierte. Im Zickzack ging es von nun an Richtung Ziellinie, was natürlich sehr anstrengend war und extra „Körner“ kostete. Prompt verkrampften sich meine Oberschenkel bei einem solchen Überholmanöver. Fortan musste ich etwas Tempo rausnehmen, aber das Ziel war zum Glück nicht mehr weit. Nach 2:39:55 unterquerte ich glücklich und zufrieden das Zielbanner. Diese Zeit reichte für den Schweizermeistertitel in meiner Altersklasse. Nach 10km Strasse und Halbmarathon wurde mir somit die dritte Goldmedaille im Jahre 2019 überreicht. Meine Ziele für 2019 habe ich somit alle erreicht. Mega cool cool!

Und Petra? Sie lief ein weiteres Mal ein sensationelles und couragiertes Rennen. Belohnt wurde sie mit einer neuen, starken Bestzeit von 3:08:05 und ebenfalls dem Schweizermeistertitel. Wer weiss, wäre sie im März auch an der Schweizermeisterschaft über 10km Strasse gestartet, sie hätte vielleicht auch das Triple geschafft. So blieb ihr «nur» das Double.

Wir sind beide sehr stolz auf unsere Leistungen. Unsere Saison war einfach fantastisch. Besser geht es (fast) nicht. Ich bin amtierender 3-facher Schweizermeister! Zudem konnte ich alle ZKB Rennen gewinnen und Petra lief bei jedem Rennen auf das Podest, war also nie schlechter als Dritte. Zudem wurde sie 2-fache Schweizermeisterin (Halbmarathon und Marathon) und stellte dabei 2 neue Bestzeiten.

Wir möchten uns bei unseren Familien, Freunden und dem LSV Winterthur für die tolle Unterstützung bedanken. Ein grosses Dankeschön geht auch an unsere Masseuren Gregorio, Dani und Fernando, welche unsere müden Muskeln immer super bearbeiteten, damit wir wieder fit werden. Und zuletzt auch ein grosses Danke an meinen Arbeitgeber, welcher mir ein Home-Office in St. Moritz ermöglichte.

Zufrieden geniesse ich nun eine kleinere bis grössere Erholungsphase bevor ich mich in neue Laufabenteuer stürzen werde. Ich freue mich, euch wieder davon zu berichten.

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Video (ab 4:15)

ORF

MWTV7709Im Rahmen des 40. Greifenseelaufes fand die Schweizermeisterschaft im Halbmarathon statt. Die Strecke um den Greifensee ist für Läufer keine Unbekannte, ist doch die Streckenführung seit jeher die Gleiche.

Ich ging mit grossen Ambitionen an den Start, obwohl ich zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Eine Entzündung an der linken Achillessehne, was mich in den letzten 4 Wochen praktisch zu einer Laufpause zwang, war die Ursache.

Ich ging zügig los und versuchte in den Wettkampfmodus zu kommen. Nach der Startphase beruhigte sich das Läuferfeld. Ich fühlte mich gut und bis zur 10 Kilometermarke, welche ich nach 35:11 passierte, lief alles nach Plan. Ab Kilometer 13 würde es zäher. Einerseits spürte ich meine Laufpause der letzten Wochen in Form von müden Beinen, andererseits waren die Temperaturen (zu) hoch und drittens schmerzte meine Achillessehne immer mehr. Auf den letzten 5 Kilometer galt es kontrolliert zu laufen und das Rennen „sauber“ zu beenden. Nach 1:16:37 durchquerte ich glücklich das Zielbanner. Die Zeit war schlussendlich sekundär. Der Schweizermeistertitel in der Kategorie M50 war das grosse Ziel und dies gelang mir souverän. cool

Meine Achillessehne ist nun wieder am Ar…, aber ich habe noch 2 Wochen Zeit, um mich auszukurieren. Dann hoffe ich den Schweizermeistertitel im Marathon zu holen. Es wäre dies das Triple, nach dem 10 Kilometer- und Halbmarathon-Titel.

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SRF sportaktuell (vom 21. September 2019 ab 41:36) laughing

RuetilaufDNS! frown Auf mein Premierstart beim Rütilauf musste ich leider verzichten.

Wegen Beschwerden an meiner linken Achillessehne konnte ich eine Woche nicht trainieren. Zwar sind die Schmerzen in der Zwischenzeit verflogen, aber ich wollte kein Risiko im Hinblick auf meine zwei wichtigsten Wettkämpfe des Jahres eingehen.

Mein nächstes Rennen ist der Greifenseelauf. Der letzte Test vor dem 3-Länder Marathon.

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