Winti-SOLALogo

Es war ein spezieller Wettkampf an einem herrlichen Herbsttag. Die Winti-SOLA fand auf dem Rundweg Winterthur statt. In Zahlen hiess dies: 84 Kilometer aufgeteilt in 12 Etappen. Ich nahm mit meinem Verein, dem Laufsportverein Winterthur, teil.

Meine Aufgabe war es die 9. Strecke so rasch als möglich zu absolvieren. Das Teilstück von Wülflingen nach Brütten war 11,2 Kilometer lang, gespickt mit 420 Höhenmetern. Ich begab mich frühzeitig an den Startort, um den Übergabestab, welche meine Frau Petra mir übergab, auch rechtzeitig in Empfang nehmen zu können. Als ich kurz vor 13:00 Uhr auf die Reise geschickt wurde, gab ich sogleich Gas. Es war schwierig das Renntempo zu finden, da es kein Massenstart gab und ich solo loslief. Ich musste auf mein Gefühl hören. In der ersten Steigung konnte ich bereits die ersten Konkurrenten überholen. Doch ich spürte bereits da, dass meine Beine keinen guten Tag hatten. Sie waren kraft- und saftlos. frown Die Erholung in den vergangenen Tagen respektive Wochen (Jungfrau Marathon, Wanderferien) kam wohl zu kurz. In den flacheren Passagen und / oder bergab ging es noch, aber die Aufstiege alles andere als zügig. Ich versuchte alles zu geben. Schliesslich zählte ein Team auf mich! Ich konnte einige Teams in der Folge noch überholen, musste aber auch 3 Läufer passieren lassen. Als 7. übergab ich den Staffelstab an Hansruedi, welcher die 10. Etappe vor sich hatte. Es war nicht das erhoffte, gute Rennen, aber mehr ging heute leider nicht.

Wir beendeten das Rennen in einer Zeit von 06:24:09 im Guten 19. Schlussrang. Gegenüber dem Jahr zuvor, waren wir um 31 Plätze besser klassiert! smile

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Bei der Jubiläumsausgabe des Jungfrau Marathons (25. Austragung) war ich zum zweiten Mal im Teilnehmerfeld zugegen. Meine erste und bisher einzige Teilnahme war 15 (!) Jahren zuvor im Jahre 2002. Es war dazumal die 10. Austragung. Als Besonderheit gab es damals 2 Marathontage sprich Samstag und Sonntag. Im Normalfall findet der Lauf auf die Kleine Scheidegg immer samstags statt.

Durch die lange Absenz kannte ich die Strecke nicht mehr im Detail. Zwar waren mir einzelne Teilstücke noch präsent, aber grundsätzlich war es ein Lauf ins Ungewisse. Mir war schon klar, dass es bis Lauterbrunnen eher flach war und es danach bergan ging, aber mir fehlten die Bilder im Kopf dazu.

So lief ich sehr kontrolliert und auf Sicherheit bedacht los. Meine Beine fühlten sich sehr gut an. Dass es schon beim Start leicht regnete, störte mich (noch) nicht. Die Kilometer vergingen wie im Flüge. Kurz vor Lauterbrunnen (Kilometer 25) bremste mich ein Pinkelstopp kurzzeitig. Nichts mit Sommerwetter. Britisches nasskalt windiges Wetter traf es schon eher. frown

Der erste happige Aufstieg von Lauterbrunnen nach Wengen (Kilometer 30) absolvierte ich flüssig. Das serpentinenmässige Laufen mag ich. Oben angekommen, fühlte ich noch immer gut. Nach Wengen kam eine Passage mit leichten Steigungen. Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wurde es kälter. Ich konnte weitere Läufer überholen. Bis Wixi (Kilometer 38,5) lief es perfekt. Ich musste bis hierher nie eine Geh Pause einlegen, aber dann… …dann folgte das Terrain, welches mir einfach nicht behagt. Steinig und teilweise sehr steil. Viele (oder alle) Läufer müssen in diesem Abschnitt marschieren, aber ich kann es nicht. Ich verliere beim Gehen immer sehr viel Zeit und Ränge, so auch heute. Im Kopf hatte ich das Rennen abgehackt. Und ich war wütend. yell Wütend auf mich! Wieso verda… nochmal kann ich nicht schneller gehen? Die Kälte tat ihres dazu. Nach der Moräne (Kilometer 40,8) ging es nur noch bergab dem Ziel entgegen. Nach 3:46 überquerte ich die Ziellinie. Ausser dem Gehabschnitt war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau blieb mir leider verwehrt. Mein nächstes Ziel war die warme Dusche. wink

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Irgendwie passte der Termin des Türlerseelaufes in den letzten 9 Jahren nie in meine Wettkampfagenda. Heuer schon.

Mit dem Zug ging es ins Säuliamt, nach Affoltern am Albis, dem Start- und Zielort des Laufes. Die Strecke war nach meinem Gusto. Der anfängliche Anstieg war sanft, aber stetig. Danach folgte eine flachere Passage inklusiv der Umrundung des Türlersees. Am Ende des Rennes wurden die erklommen Höhenmeter wieder vernichtet.

Der Start war bereits um 12:15 Uhr. Die Temperaturen waren sommerlich heiss. Eine Bruthitze!  Ich lief von Beginn weg ein beherztes Rennen, reihte mich sogleich in der zweiten Gruppe (Plätze 11 – 15) ein. «Meine» Gruppe hielt im Aufstieg zusammen, löste sich danach allmählich in Einzelteile auf. Ich war mittendrin statt nur dabei. Bald einmal lief ich solo, hatte jedoch noch Sichtkontakt zu meinen nächsten Vorderleuten. Die Mittagshitze war brutal. Am Ende der Seeumrundung formierte sich wieder ein 3er-Grüppchen. Zum Glück! Nach einer kurzen Erholungsphase im «Windschatten» der anderen fühlte ich mich wieder erstarkt. Ich übernahm auch wieder Führungsarbeiten und kurze Zeit danach konnten meine Kollegen mir nicht mehr folgen. Die restlichen 3 Kilometer bis ins Ziel lief ich dann wieder solo. Glücklich, aber sehr durstig «unterquerte» ich nach 53:27 Minuten das Zielbanner. Overall 12. Kategorie 2. Super, dass es wieder einmal für das Podest gereicht hat! smile