IMG1977-minBrienzergrat. Eine von vielen Herausforderungen, welche in meinem Kopf herumschwirren, ist nun erledigt. 😊

Am letzten Samstagmorgen machte ich mich mit Petra, Andi und Raphi auf den Weg nach Interlaken. Um 9:00 Uhr liefen wir bei herrlichem Sommerwetter los. Die geplante Route führte vom Bahnhof Interlaken West auf den Harder Kulm und von dort dem Grat entlang Richtung Brienzer Rothorn.

Der Brienzergrat war seit einigen Wochen präsent, aber die Youtube-Videos waren zu sehr Angst einflössend. Ich leide unter Höhenangst und sah dort einige exponierte Stellen, welche ich mir nicht zu mutete. Dies war nun anders, weil in einer Gruppe laufend.

Kurz vor dem Harder Kulm stürzte ich. Wohlverstanden bergauf! Ich übersah ein Stein, eine Wurzel… ich weiss nicht mehr, was der eigentliche Grund war, auf jeden Fall lag ich am Boden. Ich fiel so unglücklich, dass mir mich am Allerwertestem leicht verletzte.

Nach dem Harder Kulm folgte ein schöner und einfacher Wanderweg (Weiss-Rot-Weiss-Markierungen) im stetigen Auf und Ab. Bis zum Gipfel Augstmatthorn wurden schon einige Höhenmeter «gefressen». Danach wurde es bald einmal technisch anspruchsvoller (Weiss-Blau-Weiss-Markierungen). Öfters musste man nun die Hände zur Hilfe nehmen, um hinunter zu kraxeln oder hinauf zu klettern.

Leider musste Raphi mittlerweile wegen Krämpfen die Übung abbrechen und er nahm den direkten Abstieg nach Brienz.

Zu dritt liefen wir weiter auf dem Grat. Gerannt wurde längst nicht mehr oder dann nur an wenigen, kurzen Stellen. Die ausgesetzten Stellen aus den Youtube-Videos waren in Realität viel harmloser. Auf jeden Fall gab es keine Stelle, wo ich sagen musste: «Schei…! Hier komme ich nicht rauf.»

Nach zirka 4 Stunden zog mir jemand «den Stecker» raus. Akku leer. Ich hatte, gelinde gesagt, nicht meinen allerbesten Tag erwischt. yell Meine Mitbestreiter mussten nun auf mich Rücksicht nehmen und das Tempo mir anpassen.

Mittlerweile war uns allen das Getränk ausgegangen. Auf einem Grat hat es keine Brunnen oder Bergbäche. Wie auch? Gegen Ende der Tour waren wir wieder auf einfacheren Wegen unterwegs (Weiss-Rot-Weiss-Markierungen) und man kam wieder schneller vorwärts. Nach rund 6 Stunden (Nettozeit) waren wir auf dem Brienzer Rothorn angekommen. Ich war sowas von fix und fertig. Endstation! Nach zwei Coca Cola’s und einem Bier ging es mir bereits wieder viel besser und trotzdem oder gerade deshalb nahmen wir die Bahn nach Brienz.

Auch wenn ich am Schluss sehr leiden musste, war es ein sehr schöner Tag. Die Mission ist jedoch noch nicht ganz erfüllt. Unser Ziel war insgeheim der Brünigpass. Also Berner Oberland! Ich komme wieder. wink

AdobeStock15580312-min

Mit der vergangenen Woche bin ich echt zufrieden, kamen doch seit langem wieder einmal 5 Laufeinheiten zusammen. Dazu ging ich 4 Mal mit dem Rennrad zur Arbeit und absolvierte eine Einheit im Kraftraum. Total 10 Trainingseinheiten. So darf/soll/muss es weitegehen!

Beim Laufen spürte ich zu Beginn eines Trainings jeweils noch die «Velobei», aber diese verflogen mit jedem Schritt. Ansonsten genoss ich die sommerlichen Temperaturen sehr und wenn es mir einmal zu heiss war, ging ich in den Wald und/oder ich lief «oben ohne». Nichtdestotrotz sollte man bei dieser Hitze und Einheiten über einer Stunde nie ohne Getränke unterwegs sein oder zumindest einige Brunnen auf seiner Trainingsrunde ansteuern können.

AdobeStock275955905-min

Die Startlinie! Diese Linie, meist weiss eingefärbt, hatte ich schon lange nicht mehr unter meinen Füssen und dies wird auch weiterhin so bleiben.

Einerseits habe ich Null Bock auf die aktuellen, (ab)gekürzten, speziellen Rennformate und andererseits ist meine Form nicht die Beste, was jedoch auch nicht verwunderlich ist. In den Monaten Juni und Juli lief ich nicht einmal 200 Laufkilometer. Ab August möchte ich hier wieder ansetzen und meine Umfänge wieder langsam steigern, denn ich habe noch 2, 3 Herausforderungen geplant, für welche ich einen guten Fitnessstand haben sollte. Am 1. August erfolgt also sozusagen mein persönlicher Startschuss für die Herbstsaison.